Verfahren

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Es gibt verschiedene zugelassene Psychotherapieverfahren. Ich arbeite tiefenpsychologisch fundiert, manchmal auch psychodynamisch genannt.

Der Grundgedanke

Gegenwärtige Beschwerden hängen oft mit der eigenen Lebensgeschichte zusammen. Manche Gefühle, besonders schmerzhafte oder scheinbar verbotene, sind uns nicht unmittelbar zugänglich. Sie wirken trotzdem unbewusst: auf unsere Beziehungen, unsere Entscheidungen, unser Wohlbefinden.

Im Zentrum steht das Verstehen. Gemeinsam erkunden wir, wie Ihre Beschwerden, Ihre Beziehungsmuster und Ihre Gefühle mit Ihrer Geschichte zusammenhängen. Was unbewusst wirkt, wird bewusst, und damit veränderbar.

Dabei nutze ich vor allem zwei Werkzeuge: Ich weise auf Muster und rote Fäden hin, die sich in Ihrem Erzählen zeigen. Und ich biete Deutungen an, also Vermutungen darüber, was hinter einem Gefühl oder Verhalten stecken könnte. Deutungen sind Angebote, keine Wahrheiten. Sie helfen, das eigene Erleben aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.

Die therapeutische Beziehung

Die Beziehung zwischen Patient und Therapeut ist Rahmen der Behandlung und Teil der Veränderung. In der Therapie können Sie Gefühle erleben, die anderswo keinen Platz haben, dass Konflikte nicht zum Abbruch führen und dass Sie gesehen werden, ohne bewertet zu werden. Solche neuen Erfahrungen wirken oft tiefer als jede Erklärung.

Das Ziel

Heilung, die über die Linderung von Beschwerden hinausgeht: mehr Freiheit im Fühlen, Denken und Handeln, bessere Beziehungen, ein gutes Leben.

Ablauf einer Therapie

Therapiesitzungen dauern 50 Minuten und finden in der Regel einmal wöchentlich statt. Zu Beginn stehen bis zu vier probatorische Sitzungen, in denen wir uns kennenlernen, eine Diagnostik durchführen und gemeinsam klären, ob und wie eine Therapie sinnvoll ist. Auf dieser Grundlage entwickeln wir einen individuellen Behandlungsplan. Häufig verändert sich dieser während der Behandlung.

Je nach Art und Umfang der Beschwerden kann die Therapie als Kurzzeittherapie (KZT) mit bis zu 24 Sitzungen oder als Langzeittherapie (LZT) mit entsprechend mehr Sitzungen stattfinden. Online-Termine sind auch möglich.

Behandlungsspektrum

  • Depressionen

  • Angststörungen, wie Panikattacken und chronische Ängste

  • Zwangsstörungen, wie Zwangshandlungen und Zwangsgedanken

  • Persönlichkeitsstörungen, wie Borderline-Persönlichkeitsstörung 

  • Psychosomatische Beschwerden

  • Anpassungsstörungen und Lebenskrisen

  • Trauma und Posttraumatische Belastungsstörungen

  • ADHS

  • Trauerbegleitung

Kosten

Selbstzahler und Privatversicherte

Das Honorar für eine Therapiestunde beträgt 140,76 €

Privatversicherten empfehle ich, die Konditionen vorab mit Ihrer Versicherung zu klären. Das Honorar entspricht dem 3,5-fachen Satz der GOP und übersteigt damit den 2,3-fachen Satz, den viele Versicherungen standardmäßig erstatten. Bei komplexen Krankheitsbildern, Konzentrationsstörungen (u.a. ADHS) oder bei Behandlungen auf Englisch, ist der höhere Satz in der Regel begründet und wird vollständig übernommen.

Beihilfe

Beihilfeberechtigte (z.B. Beamte der Landespolizei Berlin) erhalten eine Rechnung und reichen diese bei ihrer zuständigen Beihilfestelle ein. Der Umfang der Erstattung variiert je nach Dienstherr und Bundesland.

Heilfürsorge

Für Heilfürsorgeberechtigte (z.B. Bundeswehr, Bundespolizei, Landespolizei Brandenburg) werden die Behandlungskosten von der zuständigen Stelle übernommen. Die genauen Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Dienstherr.

Gesetzlich Versicherte

Unter bestimmten Voraussetzungen werden die Therapiekosten auch von gesetzlichen Krankenkassen übernommen (siehe "Kostenerstattungsverfahren").